Winter 2021/2022

So, wie auf diesem Bild, sah der Winter 2021/2022 aus! Nur leider nicht im Fläming. Klaren Himmel bei wunderbarem Winterwetter gab es nur in den Mittelgebirgen und natürlich wie hier, in den Österreichischen Alpen. Danke an Felicitas Klassen, für dieses Winterfoto!

Zu Weihnachten gingen die Temperaturen im Fläming kurzzeitig in den Keller um danach sprunghaft anzusteigen. Laut einiger Langfrist-Prognosen sollte es um Weihnachten herum tatsächlich einen größeren Temperaturabfall geben. Ich war schon guter Dinge, dass sich auch der Rest der Winterprognose so bestätigen würde, wie ich es in meinem Sommerrückblick ansatzweise beschrieben habe. Nun muss ich feststellen, dass genau das Gegenteil eingetroffen ist. 🙁

Wir hatten einen viel zu warmen Winter! Mit einer Durchschnittstemperatur von 3,5°C spielte er die gleiche Melodie wie die Winter 2015/2016 und 2018/2019. Nur der Winter 2019/2020 war im Vergleich noch etwa ein Grad wärmer. Meine Wintervorhersage 2021/2022 war also ein kompletter Reinfall.

Hinsichtlich Niederschlag hatten wir einen sehr regenreichen Winter. Mit 139,6 l/qm steht er an 2. Stelle nach dem Winter 2018/2019. Schnee haben wir leider nur vereinzelt gesehen. Nicht wie im vergangenen Jahr, wo es doch eine längere Zeit mit größeren Schneemengen gab. Wenn es in diesem Winter geschneit hat, war es erstens nicht viel, und zweitens sehr schnell wieder getaut. Die Temperaturen haben es einfach nicht hergegeben.

Was wir in diesem Winter jedoch vergleichsweise oft hatten, waren Stürme. Schon zu Beginn des Winters wurde es stürmisch. Den ersten Höhepunkt hatten wir dann mit Sturmtief „Nadia“ (deutsche Bezeichnung) in der Nacht vom 29. auf den 30.01.2022. Hier habe ich Windböen von 61 km/h gemessen. Wahrscheinlich gab es in der Nacht noch höhere Messwerte, die aber nicht mehr aufgezeichnet wurden da der Mast, der meinen Windsensor trägt, im Laufe der Nacht den Geist aufgab und umgefallen ist. Die Bodenverankerung war hier offensichtlich zu schwach dimensioniert. Vor der angekündigten Orkan-Welle habe ich das Problem dann behoben, sodass nichts mehr umstürzen konnte. Die maximale Böengeschwindigkeit bei Orkantief „Ylenia“, das uns am 17.02. erreichte, wurde mit 63 km/h aufgezeichnet. Sicherlich wird es an diesem, und den folgenden Tagen, noch höhere Böengeschwindigkeiten in Bad Belzig und Umgebung gegeben haben. Anders sind die entstandenen Schäden nicht zu erklären. Es kommt immer darauf an, wie exponiert ein Standort ist und wo eine besonders heftige Böe entsteht. An der offiziellen Wetterstation in Wiesenburg (187 m ü.n.N.) wurden zum gleichen Zeitpunkt bis zu 105 Km/h gemessen. Es handelte sich bei uns also nicht mehr um einen Orkan, sondern um einen schweren Sturm. Siehe hier.

Einen Ausblick auf die wahrscheinliche Wetterentwicklung im Frühling verkneife ich mir aus den oben beschriebenen Gründen an dieser Stelle. 😉

Der Meteorologische Winter beginnt am 01. Dezember des alten Jahres und endet am 28./29. Februar des neuen Jahres. Nachfolgend werden die Temperatur-, Niederschlags-, Wind- und Böen-Messwerte im Winter 2021/2022 in Bad Belzig dargestellt.

Winter im Vergleich

Das nachfolgende Diagramm zeigt die Tagesdurchschnitts-Temperaturen im Winter der einzelnen Jahre.

Statistik – Winter ab 2015

Wintermax. Tempmin. Temp.Ø Temp.RegentageNiederschlag
2021/202213.6 °C-12.2 °C3.5 °C67 Tage139.6 mm
2020/202118.4 °C-13.4 °C1.6 °C58 Tage116.7 mm
2019/202016.1 °C-5.3 °C4.4 °C63 Tage135.2 mm
2018/201913.8 °C-7.4 °C3.4 °C59 Tage149.9 mm
2017/201810.9 °C-11.7 °C2.0 °C50 Tage83.2 mm
2016/201712.2 °C-8.9 °C1.4 °C55 Tage116.8 mm
2015/201614.2 °C-10.8 °C3.4 °Cnoch keine Messungnoch keine Messung

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